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 Schatzküste  /  Aktuelles

Schon gehört ?


Der weltweit ausgeschriebene Wettbewerb für Jugendliche und Kinder fordert auf, die eigene Verbindung zum Meer in Form eines Fotos oder einer kurzen Filmsequenz zum Ausdruck zu bringen. Diese Verbindung kann alle möglichen Themen beinhalten, z. B. den eigenen Einfluss auf die Meeresverschmut- zung oder den Schutz der Meere, auch wenn man viele Kilometer von der nächsten Küste entfernt lebt, die emotionale Verbundenheit mit dem Meer oder einfach eine Begeister-rung für den Wassersport. Der Film kann eine Naturaufnahme, ein kurzes Theaterstück, eine Pantomime oder einem Lied beinhalten. Ein kurzer Text soll den Beitrag begleiten. Ziel des Wettbewerbs ist der kreative Austausch zu Meeresthemen zwischen Jugendlichen und Kinder aus kulturell unterschiedlichen Regionen.

Alle Materialien können abgerufen werden unter www.todaywehave.com/I_live_by_the_Sea_Contest.html oder
fb:https://www.facebook.com/events/334263430776691/


Tolle Pflanzaktion am Polder Drammendorf

400 Sträucher und Bäume für Kiebitz & Co.

Petrus schickte am Sonnabendvormittag, den 16. November, pünktlich zum Beginn der Pflanzaktion, Regen in Strömen. Doch davon ließen sich die Rambiner und Trenter Nachbar*innen des Polders Drammendorf nicht abschrecken.

58 Helfende kamen mit ihren Spaten, um am Fleetgraben eine Wildhecke und viele Bäume zu pflanzen. Bei jedem Schritt geben die Gummistiefel einen morbiden Schmatzton von sich, der Regen läuft in Bächen die Jacken herunter, kriecht in jede undichte Ritze. Was für ein Schmuddelwetter!

Rasmus Klöpper von der OSTSEESTIFTUNG, zusammen mit Katharina Burmeister vom WWF projektverantwortlich für die Renaturierung des Polders Drammendorf, begrüßt die Menschenschar, die sich um ihn gebildet hat. „Ich bin gerade beeindruckt, dass so viele gekommen sind“, sagt er. Und dann erklärt er: „Die Baufirma Strabag hat schon 250 Pflanzlöcher mit einem Bagger vorbereitet. Wir müssen jetzt nur noch die Sträucher eingraben. Sie wissen ja, wie das geht: Wurzel nach unten…“ Lachend ziehen Alle los, verteilen sich, um Weißdorn, Schlehe, Holunder, Haselnuss, Eiche, Erle und Pfaffenhütchen, ausschließlich heimische Baum- und Straucharten in die Erde zu bringen.

Für Vögel und Insekten Viola Möller aus Stralsund und ihre zehnjährige Enkeltocher Mathilda zerstochern die Lehmklumpen, bevor sie die zerbröselte Erde um die Wurzeln eines Strauches verteilen. „Wir sind spontan gekommen, waren neugierig, was hier passiert“, erzählt Viola Möller. Gleich neben ihr buddelt Herbert Wobig aus Dreschvitz. „Ich habe früher hier auf dem Kubitzer Bodden geangelt. Da habe ich Bekassinen und Kiebitze zwitschern gehört. Jetzt sind sie weg. Deswegen bin ich dafür, dass für die Vögel etwas gemacht wird, wo sie sich wohl fühlen und wieder ansiedeln.“

Die heimischen Sträucher, die er und die anderen pflanzen, sollen den künftigen fliegenden Bewohnern des Polders Nahrung, gute Versteckmöglichkeiten und geeignete Brutplätze bieten. Auch Andreas Klug, Bürgermeister von Rambin, schwingt eifrig seinen Spaten. „Die Renaturierung des Polders ist eine tolle Sache für unsere Gemeinde“, hatte er bei seiner Begrüßung der Anwesenden betont. „Angenehmer Nebeneffekt ist der Deichbegehungsweg. Unsere Aufgabe wird es sein, in den nächsten Jahren den Weg weiter als Wanderweg auszubauen.“

Blut und Haare gegen Wildverbiss Jutta und Bettina aus Rothenkirchen setzen schon den dritten Strauch. Auch Bettina hat den Rückgang der Vogelwelt beobachtet: „Als ich vor über 30 Jahren hergezogen bin, flogen hier viele Kiebitzschwärme. Jetzt kann man die Vögel mit der markanten Federhaube an einer Hand abzählen.“ Und Nachbarin Jutta sagt: „Wir haben vor den Bauarbeiten den Polder noch einmal bewusst besucht. Nun sind wir gespannt, wie sich die Natur verändern wird.“ Und dann flüstert sie: „Ich bin zu Tränen gerührt, dass die Vögel hier wieder ein neues Zuhause finden.“ Nach einer Stunde haben alle Sträucher ihr neues Plätzchen gefunden. Jede Pflanze bekommt noch einen ordentlichen Schwupps Wasser. Zum Schluss streicht ein kleiner Trupp Hartgesottener die zarten Äste mit einer ekligen Brühe ein. Rasmus Klöpper erklärt: „Das ist eine Wundersuppe aus Blut, Malerkalk, Rindermist und einer Handvoll Haare, extra vom Friseur organisiert. Die Förster schwören auf das Gebräu. Es soll Rehe und Hasen davon abhalten, an den jungen Trieben der Sträucher zu knabbern.“

Kurz vor 12 Uhr machen sich 58 vermodderte, durchgefrorene Pflanz-Helfende nach heisser Suppe, Kaffee und Kuchen auf den Heimweg. Sie haben Petrus getrotzt und an diesem Sonnabendvormittag etwas Gutes für die Natur vor der Haustür getan. Manch einer wird im Frühjahr wieder auf dem Polder vorbeischauen, wenn die Sträucher die ersten Blüten treiben.

Los geht's bei Nieselregen.
Alle waren gespannt, wie das Pflanzen im Schlamm funktionieren würde.
Andreas Klug (Mitte), Rambiner Bürgermeister und Jochen Lamp (re.), Leiter des WWF Ostseebüros hören Rasmus Klöpper bei der Pflanzanleitung zu.
Die Pflanzen kommen in den Boden.
Gut, dass die Pflanzlöcher von STRABAG schon ausgehoben waren.
Weidenstecklinge wurden von Georg Nikelski (Geschäftsführer OSTSEESTIFTUNG) in die Böschung gesetzt.
Alle Pflanzen erhielten einen Verbiß-Schutzanstrich...
... und Wasser zum guten Anwachsen.
Zum Abschluß erläuterte Rasmus Klöpper die Baumaßnahmen zur Renaturierung des Polders. Alle Fotos: Andreas Krone © OSTSEESTIFTUNG

Das Greifswald Moor Centrum lädt über das Projekt "Moor- und Klimaschutz" (MoKli) am 18.09.2019 zu einem Feldtag nach Malchin ein. Hier können Interessierte sich informieren, wie Schilf von nassen Moorflächen am Kummerower See, geerntet wird und im Kessel der Agrotherm GmbH verlässlich Wärme für Haushalte, Schulen und weitere öffentliche Gebäude einer Kleinstadt bereit stellt. Unter anderem wird auch der Spezialballenladewagen aus dem Schatzküste Teilprojekt "Technikanpassung für wiedervernässte Offenlandstandorte" zu besichtigen sein. 
Für weitere Informationen und für die Anmeldung dem link oben folgen 


Fortbildungsreihe Biologische Vielfalt

Sonnentau, Wollgras und Co - darum geht es in der Fortbildung rund um das Thema Moor.

Mehr zum Thema und Anmeldung steht hier.


Besuch von Frau Aßmann (MdL, SPD) bei der OSTSEESTIFTUNG und der Succow Stiftung

Dr. Gerald Jurasinski (Univ. Rostock) erläutert die positive Klimawirkung des Ausdeichungsprojektes. V.l.: Dr. Gerald Jurasinski, Rasmus Klöpper (OSTSEESTIFTUNG), Thomas Beil (Succow Stiftung), Elisabeth Aßmann (MdL), Prof. Dr. Michael Succow, Dr. Manfred Möller (APV).
Dr. Manfred Möller beschreibt, wie die künftige Bewirtschaftung mit Rindern geplant ist. V.l.: Dr. Gerald Jurasinski, Prof. Succow, Elisabeth Aßmann, Dr. Möller, Jochen Lamp (WWF).

Die Vorsitzende des Agrar- und Umweltausschusses M-V, Frau Elisabeth Aßmann (MdL, SPD) nahm sich gemeinsam mit ihrer Kollegin Frau Britta Stüdemann am 22.8.2019 Zeit für einen ganztägigen Besuch in unserem Stiftungshaus in Greifswald.

Umfassende Informationen über die vielfältigen Aufgaben der NaturschützerInnen aus Greifswald und intensive Gespräche mit KollegInnen der Succow Stiftung und der OSTSEESTIFTUNG standen zu Beginn des Treffens auf der Tagesordnung. Die Arbeit der Michael Succow Stiftung und des Greifswald Moor Centrums wurde von Professor Succow, Thomas Beil und Dr. Franziska Tanneberger erläutert.

Georg Nikelski (Geschäftsführer der OSTSEESTIFTUNG) und Jochen Lamp (Vorstandsvorsitzender der OSTSEESTIFUNG) gaben einen guten Überblick über die Aktivitäten und Tätigkeitsfelder der OSTSEESTIFTUNG.

Im Anschluß an die Gespräche wurden zwei wichtige Küstenüberflutungsmoore besucht: die bereits 1994 renaturierten Karrendorfer Wiesen bei Greifswald und unsere aktuelle Renaturierungsbaustelle Polder Drammendorf, wo wir gemeinsam mit dem Partner WWF fast 100 ha Küstenüberflutungsbereiche neu schaffen.

"Gerade Küstenmoore sind für die Wiedervernässung bestens geeignet; die begleitende Forschung durch die Universitäten Rostock und Greifswald belegen nämlich, dass auf diesen Standorten nach einer Renaturierung kaum klimaschädliche Gase wie Methan ausgestossen werden. Funktionierende Küstenüberflutungsmoore sind ein gelungenes Zusammenspiel aus landwirtschaftlicher Weidehaltung und Klima- und Naturschutz. Solche Projekte brauchen wir mehr in Mecklenburg-Vorpommern", sagte Frau Aßmann zum Abschluß des Treffens.  


Los geht's! Moor-Renaturierung in Drammendorf

Graben im Polder Drammendorf. Foto: Andreas Krone für OSTSEESTIFTUNG.

In den 1960er Jahren wurde die Trockenlegung des Polders als großer Fortschritt gefeiert. Die Kühe verschwanden, riesige Traktioren kamen. Mehr als ein halbes Jahrhundert wurde der Boden auf dem Polder intensiv bewirtschaftet. Nun werden wieder Kühe weiden. Warum?      Weiterlesen   


Feier die Vielfalt!

Fest der Biologischen Vielfalt 2019

Wir feiern ein Sommer-Fest mit Bühne, Kulinarik und Workshops!

Ob Pommernschaf, Dunkle Biene oder Pommerscher Krummstiel – Biologische Vielfalt in der Landwirtschaft ist Motto beim Fest im Freilichtmuseum Klockenhagen

Durch das Programm begleitet uns Victoria Herrmann (MDR)

Sonntag, 11. August 2019, 10-18 Uhr, Freilichtmuseum Klockenhagen


Mittwochs, 10 Uhr: Strandführungen in Zingst

So viel Müll! Foto: Andreas Krone für OSTSEESTIFTUNG

Wo leben Moostierchen, warum bilden manche Algen Blasen und welche Pflanze hat kilometerlange Wurzeln? Unsere Umweltpädagogen vom Projekt Schatz an der Küste verraten bei ihren Entdeckertouren in Zingst spannende Strandgeheimnisse. Weiterlesen


Ort der Biologischen Vielfalt 2019

Den Wettbewerb zum Ort der Biologischen Vielfalt gewinnt die Pommernarche e.V.!

Ob Dunkle Biene, Pommernschaf oder Pommerscher Krummstiel – Die Pommernarche e.V. engagiert sich für den Erhalt alter Nutztierrassen und Pflanzensorten und gewinnt damit als „Ort der Biologischen Vielfalt 2019“! Weiterlesen


Prominente Unterstützung unserer Projektarbeit

Victoria Herrmann

Mit der Moderatorin Victoria Herrmann haben wir eine tolle Unterstützung im Team bekommen - durch ihre gut vernetzten Kontakte in die Medienwelt bekommen wir für das Projekt die Möglichkeit, auch über die Region hinaus bekannt zu werden. Weiterlesen